Radonmessungen

Bestimmung der Radonkonzentration in der Raumluft
Aufgrund der starken Schwankungen der Radonkonzentration in Gebäuden sind für die Bestimmung der Radonkonzentration in der Luft Messungen über einen längeren Zeitraum notwendig. Je nach Messmittel sind integrierende Langzeitmessungen (min. 3 Monaten, mindestens die Hälfte in der Heizperionde) oder mehrere integrierende Kurzzeitmessungen (im Abstand von je einer Woche) durchzuführen. Dafür stehen am Institut für Strahlenschutz folgende Messmittel bereit:

Factbox Radon

Eigenschaften von Radon und Radionpotential
Radon ist ein radioaktives Edelgas und entsteht als beim Zerfall von Radium Ra-226. Als Teil der Uran-Radium-Reihe stammen diese Isotope vom Zerfall von Uran, das in vielen Gesteinen natürlich vorkommt. Radon selbst zerfällt in mehreren Stufen (Folgeprodukte) weiter zum stabilen Blei-Isotop Pb-206. In geschlossenen Gesteinen bleibt das Edelgas Radon bis zum weiteren Zerfall eingeschlossen , in porösen Gesteinen kann es jedoch austreten und sich in ungünstigen Fällen in Höhlen oder in bewohnten Gebäuden ansammeln.

Schon seit geraumer Zeit werden von öffentlichen und universitären Stellen die zu erwartenden Radonkonzentrationen in bewohnten Gebäuden bestimmt - das Ergebnis ist die Radonpotentialkarte, die für jede Gemeinde in Österreich angibt, ob aufgrund von geologischen Besonderheiten mit erhöhtem Radonaufkommen zu rechnen ist.

  (c) BMNT
  Radonpotenzialklasse 1
  Radonpotenzialklasse 2
  Radonpotenzialklasse 3                                     © BMNT: Radonpotentialkarte - für große Karte hier klicken

Beim Einatmen von Radon gelangt das radioaktive Edelgas in die Lunge - es wird großteils wieder ausgeatmet, ein kleiner Teil zerfällt jedoch während der Atemphase und die Folgeprodukte, die dabei entstehen, bleiben in den Atemwegen haften und zerfallen dort weiter. Die bei diesen Zerfällen entstehende Strahlung schädigen die Zellen der Lunge und der Atemwege.

Deshalb gibt es für die Radonkonzantration in Wohrräumen und Arbeitsplätzen Richtwerte und entsprechende Messvorschriften zur Bestimmung der Radonkonzentration. Aktuell beträgt der Richtwert gemäß NatStrV für Rn-222 400 Bq/m³. Die EU-Richtlinie 59/2013 (BSS - siehe News) schägt einen Richtwert von 300 Bq/m³ vor.

 

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Hier finden Sie Anträge für die strahlenschutzrechlichen Bewilligungen von Röntgeneinrichtungen bzw. für den Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie Formulare und die Vertragsbedingungen der Personendosimetrie.
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Kontakt

Institut für Strahlenschutz und
Dosimetrie (ISD)
6020 Innsbruck,
Innrain 66 (1.OG links)
Telefon: 050 504-25720
E-Mail: LKI.LI.ISD@tirol-kliniken.at